Krankenhausaufenthalt mit PEG

Eingangsportal UniversitĂ€tsklinikum (mit Logo von „Leben mit PEG“)

In den letzten BeitrÀge ging es ja um (Urlaubs-) Reisen sowie die Nutzung eines Flugzeugs als Verkehrsmittel mit PEG. Heute möchte ich auf eine ganz spezielle Art von Reisen im weitesten Sinne eingehen: Ein Krankenhausaufenthalt. Sicherlich von niemandem der bevorzugte Reiseanlass. Nichtsdestotrotz ist in den letzten BeitrÀgen bereits deutlich geworden, dass das Verlassen der hÀuslichen Umgebung aufgrund einer Magensonde mit einiger Planung verbunden ist. Und da Krankenhausaufenthalte ja hin und wieder auch kurzfristig vorkommen, ist es meiner Erfahrung nach sehr sinnvoll, dies in entspannten Zeiten vorzubereiten.

Vorbereitung ist wichtig

GrundsĂ€tzlich bietet, zumindest im Hinblick auf eine ErnĂ€hrungssonde, ein Krankenhaus natĂŒrlich gewisse Vorteile gegenĂŒber einem Hotel oder einer Ferienwohnung als Unterkunft. Denn hier ist das Thema Magensonde auf jeden Fall bekannt. Allerdings ist es, abhĂ€ngig von der Station, die einen aufnimmt, auch im Krankenhaus nicht immer AlltagsgeschĂ€ft. Deshalb gilt es, vorbereitet zu sein.

Zwei Arten von Krankenhausaufenthalten

Es kann zwischen zwei Arten von Krankenhausaufenthalten unterschieden werden: Dem (langfristig) geplanten Aufenthalt. Oftmals im Rahmen irgendwelcher Routineuntersuchungen, die in gewissen zeitlichen AbstĂ€nden aufgrund des Krankheitsbildes wiederholt werden sollten. Und dann gibt es natĂŒrlich noch den akut bedingten Aufenthalt. Wenn es einem also akut schlecht geht. Also beispielsweise wegen eines Unfalls oder einer Erkrankung im weitesten Sinne.

Lange Planung

RoutinemĂ€ĂŸige Aufenthalte im Krankenhaus werden in aller Regel lange im Vorfeld geplant. Das eröffnet die Möglichkeit, die eigenen BedĂŒrfnisse rechtzeitig im Vorfeld zu kommunizieren. Meist gibt es dafĂŒr auf den Stationen oder im Krankenhaus generell spezifische Ansprechpartner*innen. Beim ersten Mal muss sich da vielleicht noch durchgefragt werden. Im Zuge dessen muss dann unbedingt auch auf die Versorgung mit einer PEG hingewiesen werden, damit sich auf Station darauf vorbereitet werden kann. Hierbei ist es wichtig auch die eigene Sondennahrung zu nennen. Denn natĂŒrlich ist nicht immer ĂŒberall jegliche Sondennahrung, die es am Markt gibt, vorrĂ€tig. Solltet ihr es gewohnt sein, pĂŒriertes Essen zu sondieren, muss im Vorfeld auch unbedingt abgeklĂ€rt werden, ob die KrankenhauskĂŒche dies entsprechend vorbereiten kann.

Abweichungen möglich

Ein Krankenhaus ist grundsĂ€tzlich auf die Versorgung von Patient*innen mit Magensonde vorbereitet. Allerdings kann es nicht nur bei der vorrĂ€tigen Sondennahrung zu Abweichungen vom gewohnten kommen. Dessen mĂŒsst ihr euch bewusst sein. Es kann also auch durchaus sein, dass zwar passende Spritzen, Überleiter und Technik vor Ort ist. Aber eben vielleicht in anderen GrĂ¶ĂŸen, etwas anderen AusfĂŒhrungen oder Modellen. Selbiges gilt fĂŒr Verbandszeug. Zumindest fĂŒr den ersten Aufenthalt empfehle ich persönlich daher dasselbe wie fĂŒr einen Akutaufenthalt im Krankenhaus.

Notfall-Tasche

Wenn es schnell ins Krankenhaus gehen muss, bleibt keine Zeit, um im Vorfeld die dortige Ausstattung abzuklĂ€ren. Oder sich in aller Ruhe zu ĂŒberlegen, was an Zubehör fĂŒr die PEG mitgenommen werden muss. Deshalb ist alles das auch Bestandteil meiner Krankenhaus-Notfall-Tasche. Also die Tasche, die immer mit ein paar Klamotten, ZahnbĂŒrste, Zahnpasta etc. und den bisherigen Berichten der Ärztinnen und Ärzte bereitsteht. Im akuten Notfall kann sie einfach geschnappt und mitgenommen werden. In meiner Tasche befindet sich immer auch ein Vorrat meiner Sondennahrung fĂŒr drei Tage. (Wenn ich sie nicht brauche, wird diese Nahrung natĂŒrlich regelmĂ€ĂŸig gegen frische Nahrung ausgetauscht und zu Hause aufgebraucht.) FĂŒr drei Tage deshalb, weil in dieser Zeit Nachschub besorgt werden kann, falls notwendig. Entweder im Krankenhaus oder von daheim. Außerdem habe ich fĂŒr denselben Zeitraum Verbandszeug dabei. Denn ich musste die Erfahrung machen, dass in KrankenhĂ€usern manchmal anderes verwendet wird. Damit fĂŒhle ich mich dann unwohl. Dies gilt insbesondere auch fĂŒr meine Wunddesinfektion und ist eine ganz große Empfehlung von mir. Denn Wunddesinfektion ist leider nicht gleich Wunddesinfektion. Manche vertrage ich tatsĂ€chlich nicht. Auf eine Pumpe sowie Überleiter und Spritzen verzichte ich in meiner Notfalltasche. Denn das gibt es auch immer in KrankenhĂ€usern. Und ich bin grundsĂ€tzlich flexibel, mit welcher Pumpe oder sonstigen Applikationsart (z.B. per Schwerkraft oder Spritze) mir die Nahrung zugefĂŒhrt wird. Auch wenn das vielleicht etwas albern klingen mag, aber durch diese Vorbereitung kann ich tatsĂ€chlich besser schlafen. Denn ich weiß, im Falle eines Falles ist alles griffbereit.

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