Sondennahrung – eine Einführung

Eine kleine Warnung vorweg: Dies ist nur der erste Beitrag von vielen zum Thema Sondennahrung. Denn diese Thematik ist wirklich sehr umfangreich. Natürlich. Schließlich geht es hier um unser Essen. Einem der wichtigsten Dinge im Leben. Bei Oralverkostern gibt es zu diesem Thema auch unendlich viele Bücher, Blogs, YouTube-Kanäle und Fernsehsendungen. Wieso sollte das bei uns also großartig anders sein? Von daher bitte noch etwas Geduld, falls die spezifische Frage, die Dich vielleicht gerade interessiert, hier noch nicht behandelt wird. Es gibt auf jeden Fall eine extra Kategorie auf diesem Blog für Sondennahrung 😉 Und falls Dir zu Diesem Thema wirklich etwas unter den Nägeln brennt, kannst Du mich jederzeit gerne kontaktieren!

Es gibt spezielle Sondennahrung

Für diejenigen, die sich neu mit dem gesamten Themengebiet der Magensonde befassen müssen, möchte ich an dieser Stelle erst einmal kurz festhalten, dass es tatsächlich spezielle Sondennahrung gibt. Es muss sich also niemand stundenlang in die Küche stellen, um das Mittagessen ewig zu pürieren und mit Wasser zu versetzen, bis es endlich durch den dünnen Schlauch der Sonde passt. Kann man zwar grundsätzlich machen. (Zumindest wenn es wirklich eine Magensonde ist. Denn auch wenn er anders befüllt wird, arbeitet unser Magen ja trotzdem weiter wie bisher.) Trotzdem würde ich persönlich eher empfehlen, auf die angebotene Sondennahrung zu setzen. Zumindest, wenn man eine PEG hat. Denn dieser Schlauch ist sehr dünn und kann auch leicht verstopfen. Für die Sondierung von pürierter Nahrung würde ich immer auf eine Button-Sonde setzen. Die gibt es auch mit größerem Durchmesser, sie sind kürzer (so dass da nicht so viel verstopfen kann) und im schlimmsten Fall kann man sie auch ohne einen chirurgischen Eingriff auswechseln. Mehr zu püriertem Essen durch eine Magensonde aber an anderer Stelle.

Krankenkasse trägt die Kosten

Bei Sondennahrung handelt es sich um ein Medizinprodukt. Es kann also von der Hausärztin bzw. dem Hausarzt verordnet werden, sodass die Krankenkasse die Kosten hierfür trägt. Das ist auch gut so, denn der Spaß ist nicht ganz billig. Sondennahrung erhält man in der Apotheke oder von speziellen Servicedienstleistern. Auch dazu an anderer Stelle mehr Details. Heute lediglich schon mal der Hinweis, dass man grundsätzlich selbst auswählen darf, von wem man seine verordnete Sondennahrung bezieht. Als Selbstzahler kann man die Spezialnahrung natürlich auch direkt beim Hersteller bestellen.

Es gibt einige Hersteller

Hersteller von Sondennahrung gibt es übrigens einige. Angefangen bei namhaften Marken der Medizinbranche, über Familienunternehmen, die man eigentlich von Babynahrung kennt, bis hin zu – mitunter kleinen – Firmen, die sich auf Sondennahrung spezialisiert haben. In aller Regel gibt es pro Hersteller auch immer mehr als nur eine einzige Sorte Nahrung. Man hat also Auswahl. Wenn auch nicht ganz so viel wie die Oralverkoster im Supermarkt. Trotzdem sollte man sich einmal genauer damit auseinandersetzen, was man dem Körper da zuführt. Auch ausprobieren ist selbstverständlich erlaubt. Darüber hinaus muss natürlich niemand das gesamte Leben lang bei einer Nahrung oder einem Nahrungshersteller bleiben. Ich habe in meinem Leben mit PEG auch schon einige Male meine Nahrung gewechselt. Was es beim Wechsel der Sondennahrung zu beachten gilt, werde ich ebenfalls in einem gesonderten Beitrag detaillierter erläutern.

Noch viel zu besprechen

Grundsätzlich gilt, dass verordnungsfähige Sondennahrung voll bilanziert ist. Das bedeutet, darin müssen alle Vitamine und Nährstoffe enthalten sein, damit jemand ausschließlich hierüber ernährt werden kann. Prinzipiell kann man also mit einer verordneten Sondennahrung nicht viel falsch machen. So gesehen, ist eine Ernährung über die Magensonde wesentlich einfacher als für Oralverkoster. Aber wie auch bei oralem Essen, steckt bei Sondennahrung der Teufel im Detail. Was ist z.B., wenn man einen erhöhten Energiebedarf hat? Was bei Allergien? Was bei Stuhlproblemen? Oder was, wenn einem beim Lesen der Inhaltsangabe schlicht der Appetit vergeht, weil es sich eher liest wie für einen Chemiebaukasten als fürs Mittagessen? Ihr seht, in dieser Kategorie gibt es noch sehr viel zu besprechen. Weitere Beiträge, darunter auch Tests und Vorstellungen einzelner Sondennahrung, werden also folgen. Wenn Ihr spezielle Fragen habt, schreibt sie gerne in die Kommentare!

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